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News aus den Vereinen: Trotz „Transferbomben“ sieht sich Völkermarkt nicht als alleiniger Favorit

In 14 Tagen beginnt auch die Saison in der Kärntner Liga AHC Division 2. Und schon vor Beginn gibt  es nur ein Gesprächsthema – die Transfers des VST Völkermarkt.

Die Völkermarkter Adler verstärkten sich namhaft, sehen sich als einer der Titelanwärter, nicht aber als absoluten Favoriten.

Rückkehrer und Neuzugänge

Am Papier rüstete der Verein für die AHC Div. 2 Mitte/Ost mächtig auf: Martin Schumnig (BW Linz), Samuel Witting (KAC), Markus Pirmann (KAC), Sandro Seifried , Martin Zeloth (beide Althofen) & Peter Mateicka (Zeltweg) tragen fortan die grünweißen Jerseys der Abstimmungsstädter. Das sind keine Gitterboys, das Sextett weist mächtig viel Erfahrung bis zu internationalen Einsätzen auf.

Sektionsleiter Josef Kerth lässt den Terminus „aufrüsten“ dennoch nicht gelten und rückt den Sachverhalt aus seiner Sicht zurecht: „Richtige Neuerwerbungen sind Witting, Schumnig und Pirmann. Die anderen drei wurden entweder verliehen oder kehrten zu ihrem angestammten Verein zurück.“ Abgänge verzeichnete der Verein keine. Insgesamt umfasst der Kader inklusive vier Torhütern 28 Spieler.

Dennoch sticht der Transfercoup von Martin Schumnig heraus. Viermal stemmte er den EBEL/ICE-Meisterpokal in die Höhe, absolvierte dabei 821 Spiele und lief bei acht Weltmeisterschaften für das ÖEHV-Team ein. Schumnig verleiht der AHC-Division 2 ohne Frage Glamour und die Fans werden das wohl honorieren.

Vorbereitung verläuft fast reibungslos

Trainer Peter Krenz kann mit seinen Mannen seit Anfang Oktober auf dem Völkermarkter Kunsteis trainieren, das sich lt. Kerth stets in einem „hervorragenden Zustand befindet, die Eismeister leiten ganze Arbeit.“ Bei den zwei Tests gegen die Div. 1-Clubs Velden und Ferlach gab es jeweils einen knappen Sieg und eine knappe Niederlage, die Truppe blieb von Verletzungen weitgehend verschont. Einzig ein für diesen Samstag geplanter Test musste abgesagt werden. „Ersatz finden ist schwer, weil die Division 1 ja bereits beginnt“, so Kerth der neben den Adlern die Tarco Wölfe, ELV Zauchen und die Ultras Spittal als Favoriten ortet. Bei den Oberkärntnern steigt auch das erste Spiel von Völkermarkt.

Fokus liegt auf dem Nachwuchs, viele Fans

„Wir haben in allen Altersklassen Teams“, berichtet Josef Kerth, „arrivierte Spieler leiten auch das Nachwuchstraining.“ Einige Mädels von den Lakers trainieren in Völkermarkt bei deren Nachwuchsteams mit, müssen somit nicht wiederholt weite Strecken für Trainings auf sich nehmen.

Nicht nur beim Nachwuchs, auch im Hinblick auf Fankultur zeigen sich die Jauntaler gut aufgestellt. Die Halle ist stets gut gefüllt, „insbesondere die Freiwillige Feuerwehr Völkermarkt unterstützt uns bereits seit Jahren fantastisch.“  Es scheint also alles für eine erfolgreiche Saison der Adler angerichtet zu sein. Vorige Saison stand am Ende Rang drei zu Buche.

Text: Jürgen Klopper
Foto: Hermann Sobe